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Excerpt 1/2011 PDF Print E-mail

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Optimal kombiniert

Proteinkombinationen für die perfekte Sportlerernährung

Sportlernahrung wird aus verschiedenen Gründen konsumiert. Je nach individueller Zielsetzung benötigt der Körper eine spezielle Proteinzusammensetzung. Durch Kombinieren verschiedener Proteinarten lässt sich die Zusammensetzung maßschneidern.

Der weltweite Markt für Sportlerernährung, einschließlich Sportlernahrung, Sportlergetränke und Nahrungsergänzungsmittel, hatte 2008 laut Business Insights (2009) ein geschätztes Volumen zwischen 21 und 25 Milliarden €. 3,2 Milliarden € des Gesamtmarktes entfielen im Jahr 2010 gemäß eines Euromonitor-Reports (2011) auf proteinbasierte Ernährungsprodukte wie Riegel, Pulver und Fertiggetränke. Dieser Bereich des Sportlerernährungsmarktes wächst weltweit - einerseits aufgrund des steigenden Einkommens und andererseits aufgrund des wachsenden Verbraucherwunschs nach einem gesünderen Lebensstil.

In diesem Markt findet man unterschiedliche Kundentypen. Einige möchten einfach gesünder leben, andere legen zusätzlich Wert auf einen durchtrainierten Körper. Proteinbasierte Ernährungsprodukte für Sportler helfen auch dem Durchschnittsverbraucher dabei, seine Fitness- und Lifestyle-Ziele auf gesundheitlich unbedenkliche Weise zu erreichen.

Westeuropa und die USA geben die Richtung vor

Etwa 80 % des weltweiten Marktes für Sportlerernährungsprodukte auf Proteinbasis entfallen auf Westeuropa und die USA. Den größten Anteil davon nehmen mit 65 % Getränke in Pulverform ein. Euromonitor (2011) prognostiziert, dass Riegel und trinkfertige Getränke in Westeuropa und den USA während der nächsten fünf Jahre die Pulvergetränke überholen werden, da immer mehr Gelegenheitskäufer das allgemeine Marktwachstum vorantreiben.

Ernährung ist wichtig für die Muskeln

Für beste Trainingsergebnisse ist eine angemessene und zeitlich optimal geplante Nahrungsaufnahme von großer Bedeutung. Zur Vermeidung der Dehydrierung ist darüber hinaus eine optimale Flüssigkeitsaufnahme erforderlich. Während Kohlenhydrate wichtig sind, um das Muskelglykogen zu ergänzen, haben Eiweiße große Bedeutung für ein optimales Muskelwachstum. Welches die optimale Aufnahmezeit und Aunahmemenge von Nährstoffen ist, die ein maximales Muskelwachstum begünstigen, wurde allerdings noch nicht ausreichend erforscht. Es steht jedoch fest, dass die Aufnahme qualitativ hochwertiger, vollständiger Eiweiße einen wichtigen Bestandteil jedes Trainingsprogramms zum Erhalt und Aufbau von Muskelmasse derstellt.

Proteinmischungen optimal für sportliche Leistungen

In einem Supplement des „Journal of the American College of Nutrition“ veröffentlichte Greg Paul, Global Director of Sports Nutrition bei Solae, einen Artikel unter dem Titel „The Rationale for Consuming Protein Blends in Sports Nutrition“. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Aufnahme von Proteinmischungen - bestehend aus isoliertem Sojaprotein, Molkeprotein und Kasein - sich positiv auf die sportliche Leistung auswirken kann und Vorteile gegenüber der Aufnahme einer einzigen Proteinart bietet.

„Viele stufen Proteine als die wichtigsten Makronährstoffe für Menschen ein, da sie im Körper eine Fülle von Funktionen übernehmen“, so Paul. „Meine Untersuchungen beweisen nicht nur, wie wichtig Proteine sind, sondern zeigen auch die potenziellen Vorteile der Kombination unterschiedlicher Proteine, insbesondere wenn es um die Regeneration nach einem intensiven Training geht.“

Nach den Kennzeichnungsrichtlinien der U.S. Food and Drug Administration (FDA) sind isoliertes Sojaprotein, Molkeprotein und Kasein ernährungsphysiologisch gesehen vollständige Proteine. Die drei Proteine unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Verdauungszeit, was für einen „Verzögerungseffekt“ genutzt werden könnte. Dadurch ließe sich die Zeitspanne verlängern, während der absorbierte Aminosäuren in die Muskeln transportiert werden, was letztendlich eine schnellere Regeneration bewirkt.

Vergleicht man isoliertes Sojaprotein und Molkeprotein, führen beide zu einer ähnlichen Zunahme von fettarmer Körpermasse. Und im Vergleich zu Kasein scheint Molkeprotein diesbezüglich einen Vorteil zu bieten. „Heute enthalten immer mehr Sportlerernährungsprodukte - wie etwa Energieriegel, trinkfertige Getränke oder Getränkepulver - Mischungen aus Soja- und Milchproteinen“ sagt Paul. „Unsere Kunden, die Sportlernahrung herstellen, sind aufgrund der ernährungsphysiologischen, funktionalen und wirtschaftlichen Vorteile ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, Proteinmischungen in neue Produkte zu integrieren. Dazu kommt, dass die Verbraucher offenbar den Geschmack von Produkten mit mehreren Proteinen dem einer einzigen Proteinart vorziehen.“ In der Tat zeigen Daten von Solae, dass ein Sportlergetränk mit dem isolierten Sojaprotein SUPRO® XF in Kombination mit einem milchbasierten Protein von Kunden um den Faktor 2:1 gegenüber der führenden, nur auf Milcheiweiß basierenden Marke bevorzugt wird.

Für Ausdauersportler ist möglicherweise aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse eine andere Proteinmischung nützlich, als dies für Kraftsportler der Fall ist. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die potenziellen ernährungsphysiologischen und leistungsfördernden Vorteile unterschiedlicher Proteinmischungen für Kunden der verschiedenen Sportlernahrungssegmente aufzuzeigen.

Verschiedene Aminosäuren - unterschiedliche Vorteile

Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) sowie Glutamin und Arginin spielen im menschlichen Körper eine äußerst wichtige Rolle, wenn sportliche Höchstleistungen erzielt werden sollen. Während isoliertes Sojaprotein reich an Glutamin und Arginin ist, enthalten Molkeprotein und Kasein mehr verzweigtkettige Aminosäuren. Verzweigtkettige Aminosäuren dienen beim Ausdauertraining als Energiequelle. Sie werden während des Trainings vom Muskel oxidiert, um Energie zu spenden, sobald die kurzfristig verfügbaren Glykogenvorräte erschöpft sind. Leucin ist wegen seiner Stabilität von besonderem Interesse für Kraftsportler, denn es stimuliert den Aufbau der Skelettmuskulatur. Im Vergleich zu Kasein und isoliertem Sojaprotein verfügt Molkeprotein über höhere Anteile an Leucin und verzweigtkettigen Aminosäuren. Andererseits hat der Verzehr von Molkeprotein und isoliertem Sojaprotein ähnliche Muskelproteinsyntheseraten zur Folge. Daher ist die Verdauungszeit möglicherweise von größerer Wichtigkeit für die anabole Reaktion auf diese Proteine nach dem Training.

Sojaprotein enthält etwa 30 % mehr Glutamin und 300 % mehr Arginin als Molkeeiweiß. Glutamin und Arginin haben eine natürliche Signalwirkung für die Ausschüttung von Wachstumshormonen und spielen daher eine wichtige Rolle beim Muskelaufbau. Arginin ist bekannt für seine Funktion bei der Regulierung des Blutkreislaufs: eine bessere Durchblutung des Muskels führt dazu, dass dem Muskel ein höherer Aminosäureanteil zur Verfügung steht. Die Glutaminkonzentration im Muskel korreliert direkt mit der Muskelproteinsyntheserate, was darauf hindeutet, dass Glutamin eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Proteingleichgewichts im Muskel spielt. Glutamin ist auch von Bedeutung für das Immunsystem und ist eine Vorstufe von Glutathion, einem Antioxidans, das Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützt. Bei übertrainierten und chronisch erschöpften Sportlern lassen sich geringere Glutaminkonzentrationen feststellen, als bei gesunden, gut trainierten Sportlern und Nichtsportlern. Daher könnten die Aminosäuren von isoliertem Sojaprotein allen Sportlern bestimmte Vorteile bieten.

Solae www.solae.com